Wenn das Immunsystem überreagiert: Autoimmunerkrankungen brauchen differenzierte Diagnostik und sorgfältig abgestimmte, individuelle Therapie.
Autoimmunerkrankungen entstehen, wenn das Immunsystem körpereigene Strukturen angreift. Sie sind komplex, oft schwer einzuordnen und verlangen eine differenzierte Diagnostik ebenso wie eine sorgfältige, individuell abgestimmte Therapie über lange Zeiträume.
Wir kombinieren Blutbild, Differenzialblutbild und Retikulozyten mit dem Coombs-Test, ANA-Titer und Spezialantikörpern. Urinanalyse und UPC dienen der Beurteilung renaler Beteiligung. Bei Polyarthritis-Verdacht erfolgt eine Gelenkpunktion mit Zytologie, bei Pemphigus-Verdacht eine Hautbiopsie mit pathologischer Auswertung. Bildgebung (Ultraschall, Röntgen) komplettiert die Diagnostik und dient zur Verlaufskontrolle.
Immunsuppressive Therapieprotokolle sind das Rückgrat der Autoimmunbehandlung – mit Glukokortikoiden allein oder in Kombination mit Ciclosporin, Azathioprin, Mycophenolat oder Leflunomid. Die Auswahl richtet sich nach Erkrankung, Schwere und Verträglichkeit. Engmaschige Verlaufskontrollen sind essenziell, um Therapieantwort und Nebenwirkungen zu steuern.
IMHA und ITP werden auch in der Hämatologie behandelt; für autoimmune Hauterkrankungen verweisen wir zusätzlich auf die Dermatologie. Eine Übersicht aller internistischen Schwerpunkte finden Sie auf der Innere-Medizin-Hauptseite.
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