Hals-Nasen-Ohrenheilkunde für Hund & Katze in Bergheim

HNO-Spezialsprechstunde auf Klinik-Niveau: Diagnostik und Therapie von Erkrankungen der oberen Atemwege, der Nase, des Larynx, der Trachea sowie des Mittel- und Innenohres – mit Karl-Storz-Endoskopie, CT, hausinternem Labor und einem klaren Schwerpunkt auf brachyzephalen Hunderassen.

Im Tierärztezentrum Neuland Bergheim haben wir die Hals-Nasen-Ohrenheilkunde bewusst als eigenes Fachgebiet etabliert – ein in der deutschsprachigen Kleintiermedizin seltener Schritt. Erkrankungen von Nase, Ohren, Rachen, Kehlkopf und Luftröhre werden in vielen Praxen nur am Rande behandelt; bei uns gibt es dafür eine eigene Sprechstunde, ein eigenes Diagnostik-Konzept und ein eingespieltes interdisziplinäres Team.

Wer betreut Ihr Tier?

Die HNO-Sprechstunde verantwortet Angela Stopar: Trägerin der anerkannten Zusatzbezeichnung „HNO für Kleintiere“ und des GPCert Notfall- und Intensivmedizin. Sie bringt mehrjährige Klinik-Erfahrung aus der renommierten Kleintierklinik Ettlingen mit – einer der etablierten süddeutschen Überweisungskliniken mit ausgeprägtem HNO-Schwerpunkt.

Für die chirurgischen HNO-Eingriffe steht ihr Dr. Peter Engelhardt zur Seite – Fachtierarzt für Kleintiere mit Schwerpunkt Onko- und Weichteilchirurgie sowie HNO-Chirurgie und langjähriger Vorerfahrung an der Tierklinik Hofheim und der AniCura Tierklinik Neandertal.

Bei endoskopischen Spezialuntersuchungen und insbesondere bei mykotischen Erkrankungen der Nase (z. B. Aspergillose) profitieren unsere Patientinnen und Patienten zusätzlich von der Expertise von Dr. Christiane Stengel – Diplomate ECVIM, Spezialistin für Innere Medizin, eine der erfahrensten Endoskopistinnen im deutschsprachigen Raum und eine der gefragtesten Kolleginnen für die Therapie nasaler Pilzinfektionen.

Die HNO-Sprechstunde ist eng eingebettet in das große Team aus Chirurginnen und Chirurgen sowie der Anästhesie und Schmerztherapie des TZN – eine entscheidende Voraussetzung für sichere Eingriffe und eine engmaschige perioperative Betreuung, insbesondere bei brachyzephalen Patienten mit erhöhtem Narkoserisiko.

Wann ist eine HNO-Sprechstunde sinnvoll?

Typische Vorstellungsgründe bei uns sind:

  • Atemgeräusche: dauerhaftes Schnarchen, „grunzendes“ Atmen, Pfeifen oder Röcheln – besonders bei brachyzephalen Hunden
  • Belastungsintoleranz und Hitzeprobleme: schnelles Außer-Atem-Kommen, Kollapsneigung im Sommer
  • Wiederkehrende Ohrentzündungen – Otitis externa, Verdacht auf Otitis media
  • Kopfschiefhaltung, Gleichgewichtsprobleme, Hörminderung
  • Nasenausfluss, häufiges Niesen, „Reverse Sneezing“
  • Schluckstörungen, Würgen, Husten
  • Verdacht auf Fremdkörper in Nase, Ohr oder Atemwegen
  • Verdacht auf Nasentumore, Polypen oder andere Raumforderungen

Leistungsübersicht HNO:

Die Verfügbarkeit all dieser Modalitäten an einem Standort erlaubt uns eine zügige, fundierte Diagnostik – häufig in einer einzigen Sitzung. Operative Eingriffe werden anschließend im engen Schulterschluss mit unserem Chirurgie-Team und der Anästhesie und Schmerztherapie geplant und durchgeführt. Bei brachyzephalen Patientinnen und Patienten erfolgt die postoperative Überwachung in unserer Intensivstation – ein zentraler Sicherheitsfaktor.

Schwerpunkt Brachyzephalie / BOAS

Brachyzephale Hunderassen – allen voran Mops, Französische und Englische Bulldogge, Boston Terrier, Pekinese, Boxer und Cavalier King Charles Spaniel – leiden häufig unter dem Brachycephalic Obstructive Airway Syndrome (BOAS): einer angeborenen Kombination aus

  • verengten Nasenöffnungen (stenotische Nares)
  • verlängertem weichem Gaumen (überlanges Velum)
  • hypoplastischer (verengter) Trachea
  • nach innen umgeschlagenen laryngealen Sacculi
  • häufig zusätzlich verdickter Zungenbasis und verengtem Nasopharynx

Die Folgen reichen von chronisch erschwerter Atmung über Belastungs- und Hitzeintoleranz, Schluckstörungen und Schlafapnoe bis hin zu akuter Atemnot mit Notfall-Charakter. Wir betreiben am TZN ein strukturiertes Brachyzephalie-Programm: Diagnostik, Schweregrad-Einschätzung, individuelle Therapieplanung und – bei klarer Indikation – die chirurgische Korrektur aller relevanten Komponenten in einer Sitzung. Mehr dazu auf unserer Seite zur HNO-Chirurgie.

Schwerpunkt Otitis: chronisches Ohr

Wiederkehrende oder chronische Ohrentzündungen sind eines der häufigsten HNO-Probleme bei Hund und Katze. Wir gehen dabei strukturiert und kausal vor – nicht nur symptomatisch.

Was passiert in der Otitis-Sprechstunde?

  • Ausführliche Anamnese (Allergie, Schwimmverhalten, Vorbehandlungen)
  • Video-Otoskopie in Sedierung: Beurteilung des gesamten Gehörgangs bis zum Trommelfell
  • Mikrobiologische Probenentnahme, Zytologie aus dem hauseigenen Labor
  • Bei Verdacht auf Mittelohr-Beteiligung: CT der Bullae und ggf. Myringotomie zur Probenentnahme
  • Individuell abgestimmtes Therapiekonzept – nicht „Tropfen pauschal“

Bei End-Stage-Otitis mit irreversibler Veränderung des Gehörgangs ist die TECA-LBO (Total Ear Canal Ablation mit Lateraler Bulla-Osteotomie) oft die einzige nachhaltige Lösung – ein Eingriff, der bei uns von Dr. Peter Engelhardt durchgeführt wird.

Schwerpunkt Nasenerkrankungen

Chronischer Nasenausfluss, einseitiges Niesen oder blutiger Nasenausfluss sind nie banal – sie können auf Fremdkörper, Pilzinfektionen (z. B. Aspergillose), Polypen, Tumore oder dentale Ursachen hinweisen. Unsere Abklärung kombiniert in der Regel CT, Rhinoskopie und Biopsie – häufig in einer Narkose, damit Ihr Tier nicht mehrfach in Sedation muss.

Bei mykotischen Nasenerkrankungen, allen voran der sinonasalen Aspergillose beim Hund, profitieren unsere Patientinnen und Patienten von der besonderen Expertise unserer Internistin Dr. Christiane Stengel (Diplomate ECVIM). Als eine der führenden Endoskopistinnen im deutschsprachigen Raum verfügt sie über langjährige Erfahrung mit der diagnostischen Rhinoskopie und der endoskopisch geführten topischen Pilztherapie – einem Verfahren, das in dieser Spezialisierung in Deutschland nur an wenigen Standorten angeboten wird. Hundebesitzerinnen und -besitzer mit Verdacht auf Aspergillose finden bei uns sowohl die apparativen Voraussetzungen (CT, Endoskopie, Labor) als auch die individuelle therapeutische Begleitung über mehrere Behandlungstermine hinweg.

Schwerpunkt Kehlkopf, Luftröhre und Schluckwege

Husten, „Tracheal-Klang“, Veränderungen der Stimme, Würgen beim Trinken oder Atemnot bei Belastung sind klassische Hinweise auf Probleme an Larynx oder Trachea. Wir untersuchen das mit Laryngoskopie und Tracheoskopie in flacher Narkose und beurteilen u. a. den Trachealkollaps – inklusive Indikationsstellung für ein Tracheal-Stenting.

Anästhesie und Intensivmedizin – warum das in der HNO besonders zählt

HNO-Patientinnen und -Patienten – insbesondere brachyzephale Rassen – haben ein erhöhtes Anästhesie- und perioperatives Risiko. Die häufigste schwere Komplikation ist eine postoperative Atemwegsobstruktion durch Schleimhaut-Ödem. Bei uns wird dem mit mehreren Bausteinen begegnet:

  • Individuelles Narkose-Protokoll mit Risikostratifizierung – verantwortet durch unser Anästhesie-Team
  • Kontinuierliches Monitoring im OP: Pulsoxymetrie, Kapnographie, Blutdruck, EKG, Temperatur
  • Postoperative Überwachung in unserer Intensivstation – nicht in der Boxenflucht
  • Sauerstoffbox von Intensovet – die aktuell beste am Markt verfügbare tiermedizinische Sauerstoffbox steht uns für die postoperative und intensivmedizinische Versorgung zur Verfügung. Geregelte Sauerstoff-Konzentration, Temperatur- und Luftfeuchtigkeitssteuerung sowie eine stress-arme Beobachtung sind gerade bei brachyzephalen Patienten in der Aufwachphase ein entscheidender Sicherheitsfaktor

So läuft eine HNO-Sprechstunde bei uns ab

  1. Vorbericht und Überweisung – idealerweise mit Vorbefunden Ihres Haustierarztes
  2. Klinische Untersuchung und ausführliches Gespräch zur Symptomatik
  3. Apparative Diagnostik nach Indikation: Endoskopie, CT, Röntgen oder Labordiagnostik. CT-Untersuchungen werden in der Regel an einem separaten Termin geplant – häufig kombiniert mit der Endoskopie oder direkt mit dem ersten Eingriff in einer Narkose. So vermeiden wir doppelte Sedationen
  4. Befundbesprechung mit Ihnen – inklusive Behandlungsoptionen, Risiken und Aussichten
  5. Therapieplanung: konservativ oder chirurgisch – bei Bedarf Termin für den Eingriff
  6. Nachbetreuung in enger Abstimmung mit Ihrem überweisenden Tierarzt

Häufige Fragen zur HNO bei Hund und Katze

Mein Mops schnarcht stark – muss er gleich operiert werden?

Nicht zwingend, aber Schnarchen ist ein klares Warnsignal für BOAS. Wir empfehlen eine frühe Vorstellung in der HNO-Sprechstunde, weil eine rechtzeitige Korrektur dauerhafte Folgeschäden an Larynx und Trachea verhindern kann. Der Eingriff ist umso erfolgreicher, je früher er stattfindet.

Mein Hund hat ständig Ohrentzündungen – warum hilft Salbe nie dauerhaft?

Weil chronische Otitis fast immer eine kausale Ursache hat – häufig Allergie, anatomische Engstellen oder eine Mittelohr-Beteiligung. Erst die strukturierte Diagnostik mit Video-Otoskopie und ggf. CT zeigt das. Ohne diese Diagnostik bleibt jede Therapie Symptombekämpfung.

Brauche ich eine Überweisung von meinem Tierarzt?

Sie können sich auch direkt bei uns vorstellen. Eine Überweisung Ihres Haustierarztes mit Vorbefunden ist aber sehr hilfreich – sie spart Zeit und vermeidet doppelte Diagnostik.

Wie lange dauert eine HNO-Untersuchung?

Das Erstgespräch dauert in der Regel 30–45 Minuten. Endoskopische Untersuchungen finden bei klarer Indikation häufig zeitnah in einer kurzen Narkose statt. CT-Untersuchungen werden in der Regel an einem separaten Termin geplant – nach Möglichkeit kombiniert mit der Endoskopie oder direkt mit dem ersten chirurgischen Eingriff, um zusätzliche Sedationen zu vermeiden.

Ist eine Narkose für meinen Mops/meine Bulldogge sicher?

Mit dem richtigen Narkose-Protokoll und unserer Intensivüberwachung: ja. Wir narkotisieren brachyzephale Patienten jeden Tag – mit einem auf diese Risikogruppe abgestimmten Konzept. Eine pauschale „Mops-Sonderbehandlung“ reicht uns dabei nicht; jedes Tier wird individuell eingeschätzt.

Übernimmt die Tierkrankenversicherung HNO-Diagnostik und -Chirurgie?

Einige OP- und Vollversicherungen übernehmen sowohl die diagnostischen Verfahren (Endoskopie, CT) als auch die operativen Maßnahmen – sofern medizinisch indiziert. Andere schließen dies jedoch auch gezielt aus, daher lesen Sie die Bedingungen sehr genau.

Tierhalter aus Köln, dem Rhein-Erft-Kreis und ganz NRW

Hundehalterinnen und -halter aus Köln, Bonn, Aachen, Düsseldorf, Mönchengladbach, dem gesamten Rhein-Erft- und Rhein-Sieg-Kreis nehmen für eine spezialisierte HNO-Abklärung gerne den Weg nach Bergheim auf sich. Auch überweisende Tierärztinnen und Tierärzte aus der Region schätzen, dass Diagnostik und Chirurgie bei uns in einer Hand liegen – mit kurzen Wegen, klarer Kommunikation und einer engmaschigen perioperativen Versorgung.