HNO Chirurgie für Hund und Katze auf Klinik-Niveau: Hochspezialisierte Operationen der Atemwege, des Mittelohres und der oberen Schluckwege – mit modernster Karl-Storz-Endoskopie, fachärztlicher chirurgischer Expertise und klarem Schwerpunkt auf brachyzephalen Hunderassen wie Mops, Französischer und Englischer Bulldogge.
Die HNO-Chirurgie zählt zu den anspruchsvollsten Bereichen der Kleintierchirurgie: enge anatomische Verhältnisse, vulnerable Strukturen und eine Patientengruppe, die häufig perioperativ Atemwegs-Komplikationen entwickelt. Im Tierärztezentrum Neuland Bergheim verbinden wir spezialisierte chirurgische Expertise mit dem dafür notwendigen Equipment und einer Intensivmedizin auf Klinik-Niveau – ein Gesamtkonzept, das in der Kleintiermedizin nur an wenigen Standorten in dieser Form verfügbar ist.
Die HNO-chirurgischen Eingriffe im TZN führt unser chirurgisches Team in enger Abstimmung untereinander durch – je nach Indikation, Komplexität und Schwerpunkt der jeweiligen Patientin oder des jeweiligen Patienten:
Bei endoskopischen Spezialverfahren und insbesondere bei mykotischen Nasenerkrankungen (sinonasale Aspergillose) ergänzt Dr. Christiane Stengel (Diplomate ECVIM) – eine der führenden Endoskopistinnen im deutschsprachigen Raum – das HNO-Team.
Die HNO-Chirurgie ist eng eingebettet in das große Team aus Anästhesie und Schmerztherapie, Innerer Medizin und Diagnostik des TZN – eine zwingende Voraussetzung für sichere Eingriffe bei brachyzephalen Patienten mit erhöhtem Narkoserisiko.
Typische Indikationen sind:
Alle Eingriffe werden in der Regel mit der vorausgehenden CT-Diagnostik und/oder Endoskopie kombiniert, um wiederholte Sedationen zu vermeiden. So entsteht ein klar getakteter Behandlungsablauf von der Diagnose bis zum Eingriff – häufig in einer einzigen Narkose.
Mops, Französische und Englische Bulldogge, Boston Terrier, Pekinese, Boxer, Cavalier King Charles Spaniel und andere brachyzephale Rassen leiden häufig unter dem brachyzephalen obstruktiven Atemwegssyndrom – einer angeborenen Kombination aus mehreren anatomischen Engstellen, die das Atmen erschwert und im schlimmsten Fall lebensbedrohlich wird.
Die chirurgische Korrektur ist bei klarer Indikation die wirksamste Therapie – mit deutlicher Verbesserung der Lebensqualität. Unser BOAS-Operationsprogramm ist als individualisiertes Multi-Level-Konzept angelegt: Je nach klinischem Bild, CT- und endoskopischem Befund werden die relevanten anatomischen Ebenen in einer Sitzung adressiert.
Die genaue Auswahl, Reihenfolge und Kombination der Eingriffe wird individuell nach Anatomie, Befund und klinischem Bild des Patienten festgelegt. Das Ergebnis: in vielen Fällen verschwindet das Schnarchen, die Belastbarkeit verbessert sich deutlich, Hitzeintoleranz und Schluckstörungen werden geringer.
Bei chronischen Mittel- und Außenohrentzündungen verfolgen wir einen strukturierten, gestuften Therapieansatz. In der ersten Linie kommen minimalinvasive Verfahren zum Einsatz – Video-Otoskopie, gezielte Spülung, Probenentnahme und an die Bakteriologie angepasste lokale und systemische Therapie. Erst wenn diese konservativen und minimalinvasiven Optionen ausgeschöpft sind und sich strukturelle, irreversible Veränderungen des Gehörgangs zeigen oder eine HNO-Neoplasie vorliegt, wird ein chirurgisches Vorgehen erwogen.
Die TECA-LBO (Total Ear Canal Ablation mit lateraler Bulla-Osteotomie) ist eine End-Stage-Option bei irreversibel veränderten Gehörgängen oder bei HNO-Neoplasien. Der gesamte erkrankte Gehörgang wird entfernt, die Bulla osteotomiert und gespült, das Mittelohr saniert. Bei chronischer Otitis media kommt zudem die Bulla-Osteotomie als End-Stage-Option in Frage – nach Ausschöpfung der minimalinvasiven Verfahren.
Beide Eingriffe sind anspruchsvoll – mit Risiken für Gesichtsnerv, vestibuläres System und das Hörvermögen. Eine sorgfältige präoperative CT-Planung ist daher Standard. Patienten gewinnen nach erfolgreichem Eingriff oft eine deutlich verbesserte Lebensqualität: keine Schmerzen mehr, keine wiederkehrenden Infektionen, normales Verhalten.
Die laryngeale Lateralisation („Tie-back“) bei Larynxparalyse gehört zu den anspruchsvollen Eingriffen, die wir am TZN durchführen. Die Vorabklärung mit Endoskopie und CT ist zentral – ebenso die präzise Indikationsstellung, da der Eingriff nicht „rückgängig“ zu machen ist.
HNO-Raumforderungen – Nasentumore, Polypen im Nasopharynx oder Mittelohr, Larynx- oder Trachea-Neoplasien – erfordern oft eine kombinierte chirurgisch-onkologische Strategie. In enger Abstimmung mit unserer Onkologie planen wir den Eingriff, die histologische Aufarbeitung und – falls erforderlich – die adjuvante Therapie. Dr. Peter Engelhardt verfügt hier über besondere onkochirurgische Expertise.
Bei HNO-Eingriffen, gerade bei brachyzephalen Rassen, ist die Anästhesie kein Anhängsel – sie ist die Hälfte des Erfolgs. Die häufigste schwere Komplikation ist eine postoperative Atemwegsobstruktion durch Schleimhaut-Ödem. Bei uns wird dem mit mehreren Bausteinen begegnet:
Wir führen ein strukturiertes Grading durch. In der HNO-Sprechstunde erfolgt die ausführliche Evaluierung der oberen Atemwege mit klinischer Untersuchung und Endoskopie. Auf Basis des Befundes erhalten Sie eine individuelle Beratung mit Therapieoptionen und – falls eine Operation indiziert ist – einer auf Ihren Hund abgestimmten OP-Planung.
Mit dem richtigen Narkose-Protokoll, lückenlosem Monitoring und postoperativer Intensivüberwachung: ja. Wir operieren brachyzephale Patienten regelmäßig – mit einem auf diese Risikogruppe abgestimmten Konzept. Die häufigste Komplikation (postoperatives Ödem) wird durch Sauerstoffbox und engmaschige Überwachung beherrschbar.
In der Regel alle relevanten anatomischen Engstellen in einer Sitzung: stenotische Nares, überlanges Gaumensegel, evertierte Sacculi und ggf. Tonsillen. Das spart Ihrem Tier eine zweite Narkose und ist auch chirurgisch sinnvoll, weil die Komponenten zusammen das BOAS bilden.
Nein. Eine TECA-LBO ist erst dann indiziert, wenn der Gehörgang irreversibel verändert ist oder eine HNO-Neoplasie vorliegt. Vor einem solchen Eingriff steht immer eine sorgfältige Diagnostik mit Video-Otoskopie, CT und Probenentnahme. In der ersten Linie kommen minimalinvasive und konservative Therapien zum Einsatz – häufig kann eine strukturierte Therapie aus der HNO-Sprechstunde einen chirurgischen Eingriff verzögern oder verhindern.
Das hängt vom Patienten und vom Eingriff ab und wird individuell entschieden. Eine unkomplizierte BOAS-Korrektur kann häufig am selben Tag nach Hause gehen, andere Eingriffe erfordern eine stationäre Überwachung. Sie werden vor dem Eingriff genau über den erwartbaren Verlauf informiert.
Die meisten OP- und Vollversicherungen übernehmen sowohl die diagnostischen Verfahren (Endoskopie, CT) als auch operative Maßnahmen wie BOAS-OP oder TECA-LBO – sofern medizinisch indiziert. Einen schriftlichen Kostenvoranschlag erhalten Sie von uns gerne im Anschluss an die Erstuntersuchung.
Sie können sich auch direkt bei uns vorstellen. Eine Überweisung Ihres Haustierarztes ist aber sehr hilfreich – sie spart Zeit, vermeidet doppelte Diagnostik und stellt eine reibungslose Nachbetreuung am Heimatort sicher.
Hundehalterinnen und -halter mit brachyzephalen Rassen sowie Patientinnen und Patienten mit chronischer Otitis aus Köln, Bonn, Aachen, Düsseldorf, Mönchengladbach, dem Rhein-Erft- und Rhein-Sieg-Kreis nehmen für eine spezialisierte HNO-Chirurgie gerne den Weg nach Bergheim auf sich. Auch überweisende Tierärztinnen und Tierärzte aus der Region schätzen, dass Diagnostik, Chirurgie, Anästhesie und Intensivüberwachung bei uns in einer Hand liegen – mit kurzen Wegen, klarer Kommunikation und einer engmaschigen perioperativen Versorgung.
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