Chemotherapie in der Tiermedizin ist anders: Die Dosis ist auf Lebensqualität ausgerichtet, schwere Nebenwirkungen sind eher die Ausnahme – das Ziel ist ein gutes Leben mit Tumor, nicht Heilung um jeden Preis.
Anders als in der Humanmedizin steht in der tierärztlichen Chemotherapie nicht die kurative Vollremission im Vordergrund, sondern möglichst lange Krankheitskontrolle bei guter Lebensqualität. Tiere zeigen unter den meisten tiermedizinischen Protokollen kaum Übelkeit und keinen kompletten Haarausfall (Ausnahmen: einige Rassen wie Pudel). Wir nutzen evidenzbasierte Protokolle und passen sie individuell an Tumorart, Tier und Halterwunsch an.
Verantwortlich für die medizinische Onkologie sind unter anderem Dr. Peter Engelhardt, Dr. Moritz Heinrich, Katrin Heimes (GPCert Onkologie), Franziska Reimann, Maria Münch und Karina Schreyer.
Vor jeder Chemotherapie-Sitzung führen wir ein Blutbild und klinische Chemie aus unserem hauseigenen Labor durch – Ergebnisse liegen meist während des Termins vor. Patienten mit kritischen Werten werden verschoben oder dosisangepasst. Die i.v.-Gabe erfolgt unter standardisierten Sicherheitsbedingungen mit geschützten Infusionssystemen.
Wir besprechen mit Ihnen Nebenwirkungssignale (Appetit, Erbrechen, Diarrhö, Fieber) und stellen Notfallmedikamente bereit. Die Termin-Intervalle sind klar definiert – häufig wöchentlich oder zweiwöchentlich, je nach Protokoll.
Chemotherapie wird häufig als adjuvante Therapie nach onkologischer Chirurgie eingesetzt. Zur initialen Einordnung des Tumors siehe Tumor-Staging und Diagnostik. Übersicht aller onkologischen Säulen auf der Onkologie-Hauptseite.
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