Der Professor erklärt – Folge 8: Zahnreinigung ohne Narkose – was bringt das? – mit Prof. Dr. Reto Neiger

In Folge 8 seiner Serie „Der Professor erklärt“ stellt Prof. Dr. Reto Neiger – Diplomate des American und European College of Veterinary Internal Medicine (ACVIM / ECVIM) und Konsiliararzt am Tierärztezentrum Neuland Bergheim – eine aktuelle wissenschaftliche Studie vor. Erschienen im Journal of the American Veterinary Medical Association (JAVMA), Februar 2026.

Worum es geht

„Anästhesiefreie Zahnreinigung“ (Anesthesia-Free Dental Cleaning) beim Hundefriseur oder im Groomer-Salon wird zunehmend als günstige und risikoärmere Alternative zur tierärztlichen Zahnbehandlung unter Narkose beworben. Aber wie gründlich ist eine solche Behandlung wirklich? Und was passiert unter der Zahnfleischgrenze, wo ein Großteil der Zahnerkrankungen entsteht? Eine im Februar 2026 in JAVMA erschienene Studie hat das systematisch untersucht.

Die Studie in vier Slides

Hier die Zusammenfassung der Studie, so wie Prof. Neiger sie auf Instagram und in unserer Serie präsentiert:

Das Fazit

Die Autoren kommen zu einem klaren Fazit: Zahnbehandlungen ohne Narkose sind keine echte Alternative zur tierärztlichen Zahnbehandlung unter Narkose und tragen nicht zur Kontrolle von Zahnerkrankungen bei. Auch wenn eine Behandlung ohne Narkose günstiger oder schneller wirkt, bleibt sie oberflächlich und praktisch wirkungslos – die entscheidenden Bereiche unter der Zahnfleischgrenze werden nicht erreicht.

Was das für Sie und Ihr Tier bedeutet

Wenn Sie zu diesem Thema Fragen haben oder Ihren eigenen Hund oder Ihre Katze in diesem Zusammenhang untersuchen lassen möchten, sind wir am Tierärztezentrum Neuland Bergheim die richtige Anlaufstelle. Über unsere Innere Medizin, unsere Zahnheilkunde, unsere Schmerztherapie und in enger Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Reto Neiger bieten wir eine strukturierte Abklärung und – wo indiziert – eine internistische Zweitmeinung.

Studie und Instagram-Post

Der Beitrag ist eine Zusammenfassung einer wissenschaftlichen Studie und ersetzt keine tierärztliche Beratung im Einzelfall. Sprechen Sie die konkrete medizinische Entscheidung immer mit Ihrer behandelnden Tierärztin oder Ihrem behandelnden Tierarzt ab.