Herzwurmerkrankung (Dirofilariose) bei Hund & Katze

Leitliniengerechte Herzwurm-Therapie: Wir behandeln sehr viele Hunde mit Herzwurmerkrankung nach den aktuellen internationalen Guidelines – mit der nötigen Erfahrung, die diese anspruchsvolle Therapie verlangt.

Was ist die Herzwurmerkrankung?

Die Herzwurmerkrankung (Dirofilariose) wird durch den Parasiten Dirofilaria immitis verursacht. Die Larven werden über Stechmücken übertragen und entwickeln sich im Körper zu bis zu 30 cm langen Würmern, die sich in der Lungenarterie und der rechten Herzhälfte ansiedeln. Unbehandelt führt das zu schwerer Schädigung von Herz und Lunge bis hin zum Tod.

In Deutschland sehen wir die Erkrankung vor allem bei Reise- und Importhunden aus dem Mittelmeerraum, Südost- und Osteuropa. Mit der Klimaerwärmung und zunehmenden Tierimporten steigt die Zahl der Fälle deutlich – wir behandeln entsprechend viele betroffene Hunde.

Übertragung und Risiko

  • Übertragung ausschließlich über Stechmücken – keine direkte Ansteckung von Hund zu Hund
  • Hauptrisiko: Hunde aus oder mit Aufenthalt im Mittelmeerraum (Spanien, Italien, Griechenland, Portugal), Südost- und Osteuropa
  • Auch in Teilen Deutschlands sind autochthone (heimische) Infektionen zunehmend möglich
  • Katzen können ebenfalls betroffen sein – hier verläuft die Erkrankung anders und ist schwerer zu diagnostizieren

Symptome

Die Herzwurmerkrankung entwickelt sich oft über Monate bis Jahre schleichend. Mögliche Anzeichen:

  • Chronischer Husten und Atembeschwerden
  • Leistungsabfall, schnelle Ermüdung, Belastungsintoleranz
  • Gewichtsverlust und struppiges Fell
  • In fortgeschrittenen Fällen: Bauchwassersucht (Aszites) durch Rechtsherzversagen
  • Caval-Syndrom – ein lebensbedrohlicher Notfall bei massivem Wurmbefall

Viele infizierte Hunde zeigen anfangs gar keine Symptome – deshalb ist das Screening von Reise-/Importhunden so wichtig.

Diagnostik

Eine sichere Diagnose und ein genaues Staging sind die Grundlage jeder leitliniengerechten Behandlung. Wir nutzen:

  • Antigen-Test zum Nachweis adulter weiblicher Würmer
  • Mikrofilarien-Nachweis im Blut (z. B. modifizierter Knott-Test)
  • Echokardiografie auf dem GE Vivid E95 – direkte Darstellung der Würmer und Beurteilung der Herzbelastung
  • Thorax-Röntgen – Beurteilung von Lungenarterien und Herz
  • Labordiagnostik – Organwerte, Blutbild, Entzündungsmarker für das Staging und die Therapieplanung

Behandlung nach aktuellen Guidelines

Die Herzwurm-Therapie ist anspruchsvoll und nicht ungefährlich – absterbende Würmer können lebensgefährliche Lungenembolien auslösen. Genau deshalb behandeln wir streng nach den aktuellen internationalen Guidelines (American Heartworm Society), mit dem mehrstufigen Protokoll:

  • Stabilisierung und Staging vor Therapiebeginn
  • Doxycyclin (gegen die symbiotischen Wolbachien) plus makrozyklische Laktone
  • Melarsomin im etablierten 3-Injektions-Protokoll zur Abtötung der adulten Würmer
  • Strikte Bewegungsruhe über den gesamten Behandlungszeitraum – einer der wichtigsten und oft unterschätzten Punkte
  • Engmaschige Kontrollen und Nachtests bis zur bestätigten Wurmfreiheit

Diese Therapie erfordert Erfahrung, eine gute Aufklärung der Halter und eine konsequente Begleitung über mehrere Monate – all das bieten wir aus einer Hand.

Warum bei uns?

Durch die hohe Zahl an Reise- und Importhunden in unserer Region behandeln wir sehr viele Herzwurm-Patienten und haben entsprechend Routine in Diagnostik, Staging und der leitliniengerechten Therapie. In Kombination mit unserer kardiologischen Spezialsprechstunde und der hochauflösenden Echokardiografie ist Ihr Hund bei uns in erfahrenen Händen – von der Erstdiagnose bis zur bestätigten Heilung.

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Die Herzbelastung beurteilen wir per Echokardiografie. Eine Übersicht aller kardiologischen Leistungen finden Sie auf der Kardiologie-Hauptseite.